Keine Namen mehr auf Klingelschildern und Briefkästen?

In Wien (ja, auch dort gilt die DSGVO) werden nun wohl viele tausend Klingelschilder abmontiert, da die Einwilligung zur Datenverarbeitung (nichts anderes ist das Erstellen eines Klingelschildes und dessen öffentliche Anbringung) fehlte. Infos zu der Causa Klingelschild finden Sie z.B. beim orf.at.

Wenn man die DSGVO genau liest, wird man erschreckenderweise feststellen, dass dort tatsächlich steht, dass die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch Unternehmen nur rechtmäßig ist, wenn mindestens eine der in Art. 6 DSGVO genannten Voraussetzungen gegeben ist. Keine Namen mehr auf Klingelschildern und Briefkästen? weiterlesen

WhatsApp-Nutzung durch die DSGVO verboten?

Im April 2018 wurde vor allem von dem thüringerischen Landesdatenschutzbeauftragten die Pressemitteilung veröffentlicht, dass 99,9% der WhatApp Nutzer dies rechtswidrig machen würden.

Die gute Nachricht zuerst. Laut Artikel 2 Abs. 2c der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) findet diese Verordnung keine Anwendung auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch natürliche Personen in ausschließlicher Ausübung persönlicher oder familiärer Tätigkeiten.
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Datenskandal bei Facebook und #deletefacebook – wirklich illegal?

Ob es wirklich jemanden überrascht hat, dass Facebook Daten seiner Nutzer sammelt und diese dann an Unternehmen zur zielgerichteten Werbung weiterleitet? Facebook sammelt Daten. Diese Daten werden von Facebook dafür genutzt, maßgeschneiderte Werbung für Unternehmen zu schalten.

Gibt der Nutzer mit der Datenschutzerklärung freie Bahn für Facebook?

Jeder der sich die Mühe gemacht hat die Nutzungsbedingungen von Facebook zu lesen, hätte feststellen können, wofür Facebook die Daten nutzt.
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Datenschutzauskunft-Zentrale versendet betrügerische Faxe

Die DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale Ltd. versendet unter einem offiziell aussehenden Briefkopf an Gewerbetreibende per Fax Schreiben, welche vorgeblich nur die Daten abgleichen möchte. Der eigentliche Grund des Schreibens ist aber ein Versuch, den Gewerbetreibenden einen Vertrag unterzujubeln.

Ein klassischer Betrugsversuch.

Denn kein normal denkender Gewerbetreibender würde für nicht näher spezifiziertes Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DS-GVO jährlich netto 498 EUR zzgl. USt. (dies wären dann insgesamt 592,62 EUR) zahlen.

Der Witz ist dann noch, dass dieser untergejubelte Vertrag über drei Jahre läuft, also insgesamt ein Betrag von 1.777,86 EUR zu zahlen wäre.

Den Brief haben ich Ihnen als PDF hinterlegt. -> Datenschutzauskunft-Zentrale.pdf


Wer zwar den untergejubelten Vertrag genauso unverschämt findet wie ich, aber dennoch sagt, dass er gerne solche spezifiziertes Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DSGVO erhalten möchte, dem empfehle ich ganz uneigennützig 🙂 mein Angebot unter www.rechtstexte.shop.

Der Vorteil wäre dann, dass Sie die Texte von einem Rechtsanwalt mit Sitz in Deutschland zum Preis von 10% der Summe erhalten, die Sie sonst an eine Ltd. auf Malta gezahlt hätten.

Und da ich offensichtlich eine „austauschbare“ Leistung zu der DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale Ldt. anbiete, bereiten wir hier gerade eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung vor, denn die von mir angebotenen Leistungen darf ich ja nicht einfach per Fax gegenüber allen Unternehmen in Deutschland bewerben.

Warum macht dies aber die Datenschutzauskunft-Zentrale? So etwas finde ich nicht gut, und daher gehe ich dagegen vor.

Und welcher Anwalt wollte noch nie eine einstweilige Verfügung in Malta zustellen? Challenge accepted!